Martina Riedl

Martina – Standortleitung im Kita kinderzimmer Brunnbach

Unser Kita-Alltag in München: Eine riesen Gaudi mit ganz viel Leidenschaft für gute Pädagogik

Erzieherin und qualifizierte Kita-Leiterin Martina gehört in unserem kinderzimmer Brunnbach in München quasi zum Inventar. Seit Standorteröffnung ist die Vollblutpädagogin mit an Bord und hat dort ein großartiges Team aufgebaut, mit dem sie nun aktuell 66 Kinder betreut. Wie sieht unser Kita-Alltag in Süddeutschland aus?

Warum bist Du zu uns ins kinderzimmer gekommen?

Es war vor allem die Neugierde auf einen neuen, in München noch unbekannten, Träger. Ich wollte nochmal in meinem Alter ein größeres Haus mit eröffnen. Nochmal eine neue Herausforderung, ein neues Team aufbauen und meine Erfahrungen und mein Wissen einbringen. Ich war bei meinem alten Träger eigentlich zufrieden. Ich hatte nicht vor, zu wechseln, aber die neue Herausforderung hat mich dann doch gereizt. Und das tolle moderne Haus mit dem schönen Garten war am Ende natürlich auch ein Pluspunkt.

Was macht aus Deiner Sicht unser pädagogisches Konzept so besonders?
Es ist sehr bunt. Und will die Stärken der Kinder hervorheben, nicht die Schwächen. Das entspricht auch meinem Naturell – da laufe ich zur Höchstform auf und versuche Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Stärken zu stärken und die Kinder bestmöglich zu fördern und zu unterstützen. Denn das ist meine Berufung: Das Beste für die Familien zu gestalten. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Und das kinderzimmer mit seinem kiziPendium ermöglicht mir das. Denn es gibt uns Möglichkeit, eine Pädagogik der Vielfalt zu leben und individuell und situativ auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder einzugehen. Ich kann dabei Elemente aus der Montessori oder Waldorf Pädagogik, aber auch viel meiner eigenen Persönlichkeit und meinen Erfahrungen einbringen. Und das brauchen die Kinder. Denn jede:r Pädagog:in hat ihre oder seine Stärken, wie die Kinder auch, und die machen wir uns zunutze und geben sie an die Kinder weiter.

Das “Bunt” kann man ja auf alles übertragen. Wir als Gesellschaft sind ja auch bunt. JEDE:R ist bei uns willkommen, egal welche Kultur, Hautfarbe oder Nationalität. Wir wollen für alle da sein, egal welche Hintergründe da sind. Das ist für mich das kinderzimmer Konzept.

Gab es im kinderzimmer einen Moment, der Dich besonders gefordert hat?
Die Anfangszeit war herausfordernd. Strukturen aufbauen in einem ganz neuen Haus, verlässliche Regeln etablieren, als Team zusammenwachsen – das bringt jeder Neuaufbau einfach mit sich und muss sich erst festigen. Dabei hilft es, dass ich ein klares Ziel vor Augen habe: Ich sehe meine Einrichtung auch als Familienzentrum. Ich habe immer eine offene Tür, denn die Eltern sollen das Gefühl haben, mit ALL IHREN Anliegen zu mir kommen zu können. Ich möchte sie unterstützen und für sie da sein. Und ein großes soziales Netzwerk aufbauen – zum Beispiel durch Kooperationen zur Frühförderstelle, Ergotherapeut:innen und Logopäd:innen. Sodass wir mit Hilfe von Expert:innen eine angstfreie und spielerische therapeutische Unterstützung für die Eltern im Haus bieten können.

Was macht Dein Team am Standort aus?
Mein Team ist einfach GROßARTIG.. Die sind füreinander da, miteinander da. Es ist ein schönes Gefühl, jeden Tag in der Früh zu kommen. Ich sehe (meistens) lächelnde Gesichter beim Kommen und beim Gehen! Was uns vereint, ist definitiv die Liebe zum Beruf und ganz viel Herzblut! Und natürlich ein ausgeprägter Teamgeist. Denn nur “Gemeinsam sind wir stark” ist meine Devise, schon meine ganze Berufslaufbahn. Darauf achte ich auch besonders in meinem Team. Dieses menschliche und füreinander da sein ist mir als Leitung enorm wichtig, Einzelkämpfer passen nicht zu uns. Klar, wir wissen alle, dass der Fachkräftemangel enorm ist. Trotzdem suche ich nur Kolleg:innen, die Lust, Feuer und ganz viel Herzblut mitbringen für unseren Beruf.

Was würde Dein Team über Dich als Standortleitung erzählen?
Dass ich zu 1000% immer für sie da bin, rund um die Uhr. Sie können mit allen Anliegen zu mir kommen und ich finde immer irgendeine Lösung. Ich kämpfe wie eine Löwin dafür, dass es meinem Team gut geht. Dass wir gute Rahmenbedingungen bieten und vielseitige Materialien für erstklassige Pädagogik haben. Denn die Pädagogik steht bei mir ganz, ganz oben und ich weiß genau, wo ich mit meinem Team hin will, was die Kinder und auch die Eltern brauchen. Die Zufriedenheit aller in der Einrichtung und die mit uns zu tun haben ist mir immer sehr wichtig.

Aber auch, dass ich sehr konsequent und einfordernd sein kann. Ich verlange viel von mir selber und von meinem Team, zum Wohle der Kinder und aller Beteiligten im kinderzimmer, mit dem Grundsatz von “Geben und Nehmen”. Vor allem, dass wir zu jeder Zeit unsere Vorbildfunktion erfüllen, dass wir stets professionell auftreten und die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern auch leben – auf Augenhöhe.

Wenn Du einen Tag lang die Geschäftsführerin vom kinderzimmer wärst, was würdest Du machen?
Ich würde die Standortleitungen noch mehr empowern und sie noch stärker in alle Projekte involvieren, die für den Kita-Alltag und dem Wohlergehen aller wichtig sind. Zum Beispiel zum Thema Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung, gute, sinnvolle Ausstattung, Naturpädagogik – Themen, die mir besonders am Herzen liegen. Ich brauche z.B. Pflanzen im Haus und grün um mich herum. Wir leben in und mit der Natur. Unser tolles Außengelände und die Umgebung bieten uns bereits zahlreiche Möglichkeiten, uns mit der Natur auseinanderzusetzen. Und ich würde versuchen es noch stärker im kinderzimmer Konzept zu verankern. Die Kinder leben ja auch mit der Natur, sie beobachten den Frühling, wir säen und ernten und sehen tagtäglich die Veränderungen. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit (z.B. Verzicht auf Plastiksachen), gesunde, vollwertige Ernährung und Naturerlebisse sind so wichtige Bausteine für die Zukunft der Kinder.. Dies zu fördern und zu stärken, ist mir persönlich ganz wichtig und ich würde es gemeinsam mit dem kinderzimmer weiter vorantreiben und ausbauen.