Eingewöhnung in die Kita – 5 hilfreiche Tipps.

Die Eingewöhnung startet mit dem ersten, aufregenden Tag in der Kita. Der kleine Ernst des Lebens beginnt nun für Deinen Zögling. Na gut, ertappt. Ganz so ernst geht es im kinderzimmer meistens nicht zu, trotzdem aber systematisch und strukturiert. Für viele Kinder ist der erste Schritt in Richtung Unabhängigkeit emotional und aufregend. Da kommt es schon mal vor, dass das Kleine weint bei der vermeintlich schmerzhaften Trennung von den Eltern. Zugleich ist die Kita-Eingewöhnung schwer für Mama und Papa. Viele Eltern sind selbst traurig, wenn ihr Kind am liebsten sofort in die Kita einziehen würde.

Leider gibt es keine Zauberformel, um die ersten Wochen in der neuen Umgebung zu meistern. Schließlich hat jedes Kind seine ganz persönlichen Eigenheiten und Charakterzüge. Doch egal, wie Dein nicht mehr ganz so kleiner Schatz drauf ist, unsere hilfreichen Tipps und Tricks erleichtern Dir die Kita-Eingewöhnung. Hier erfährst Du, was zu beachten ist. So gelingt die Kita-Eingewöhnung ganz ohne Tränen.

Tipp 1: Lasst Euch richtig viel Zeit

Klingt erstmal einfach, oder? Aber im Alltagsstress vergessen viele Eltern, dass der Eingewöhnungsprozess auch mal länger dauern kann. So unterschiedlich die Kleinen sind, so unterschiedlich lange kann die Kita-Eingewöhnung ausfallen. Eine pauschale Antwort auf die Frage „Wie lange dauert die Kita-Eingewöhnung?“ gibt es nicht. Generell werden für die Übergangszeit mindestens vier bis sechs Wochen empfohlen – die solltet Ihr Euch auch wirklich nehmen. Am besten ist es, wenn Dein Kind selbst das Tempo vorgibt, mit dem es sich an die neue Umgebung gewöhnt. Denn nicht nur die Distanz zu den Eltern ist ungewohnt. Auch die vielen neuen Freund:innen, Pädagog:innen, Räume, Rituale und Regeln muss es erst einmal verarbeiten. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Das Berliner Modell, das wir im kmk kinderzimmer anwenden, sieht eine sanfte Schritt-für-Schritt-Kita-Eingewöhnung vor. Bezugspersonen und Behutsamkeit stehen bei diesem Konzept im Mittelpunkt.

 

Manchmal klappt die Kita-Eingewöhnung trotzdem nicht ganz reibungslos, weil das Kleine plötzlich viel häufiger krank wird. Dafür verantwortlich sind Bakterien und Viren, mit denen viele Kinder vor der Kita noch nie in Berührung gekommen sind. Diese führen manchmal zu Erkrankungen und die Eingewöhnung muss pausiert werden. Das kann Euren Zeitplan ordentlich durcheinanderbringen. Gib nicht auf! Kein Grund die Kita-Eingewöhnung abzubrechen. Der weitere Verlauf der Kita-Eingewöhnung kann immer noch ohne Probleme von statten gehen.

Tipp 2: Verabschiedet Euch aktiv und kurz

Wie Ihr Euch verabschiedet, ist für die Kita-Eingewöhnung fundamental wichtig. Stell Dir vor, Du bringst Deinen Nachwuchs morgens in die Kita, sprichst noch kurz mit den Erzieher:innen während Dein Kleines schon mit einem Spielzeug oder einem anderen Kind beschäftigt ist und … Du schleichst Dich einfach davon. Kein Geschrei, keine Szene. Klingt herrlich, ist in der Praxis aber nicht ratsam. Damit setzt Du nämlich das Vertrauen Deines Kindes aufs Spiel. Es würde lernen, dass Mama oder Papa plötzlich weg sind, wenn es spielt. Kein guter Start in die Kita-Eingewöhnung.

 

Am besten ist es daher, wenn Du Dich kurz, aber aktiv verabschiedest. Vielleicht erfindet Ihr dafür ein kleines Ritual, worauf sich Dein Kind im Idealfall sogar schon freuen kann. Aber im Grunde genügt auch eine kleine Umarmung oder ein paar nette Worte zum Abschied. Oder ein Spielzeug, mit dem es nur in der Kita spielen darf. Wie genau Ihr das handhabt, ist wie immer Euch überlassen. Denn auch hier gilt: Jedes Kind ist anders.

Tipp 3: Gewöhne Dein Kind früh an andere Personen

Der Start in die Kita-Zeit ist ein ganz großes Abenteuer. Und zugleich eine Herausforderung. Davor hatte Dein Kind quasi rund um die Uhr zumindest einen Elternteil um sich. Und das soll sich plötzlich ändern? Lieber nicht.

 

Mach Dein Kind schon vor der Kita-Eingewöhnung damit vertraut, dass es auch mit anderen Personen “alleine sein” kann. Etwa, indem Du es für einen kurzen Einkauf bei Oma abgibst. Oder Freunde passen auf, während Du zum Sport gehst. So lernt es diese Situation frühzeitig kennen und lernt mit der Zeit, dass Du immer wiederkommst.

Tipp 4: Schaffe ein positives Mindset

Natürlich ist es auch für Dich als Elternteil nicht ganz einfach, Dein Kind von einem Tag auf den anderen in fremde Hände abzugeben. Bestimmt machst Du Dir Gedanken, ob denn auch alles gut geht oder was passiert, wenn die Kita-Eingewöhnung nicht klappt. Das ist total normal. Doch achte darauf, dass Du nicht zu ängstlich an das Thema Kindertagesstätte herangehst. Deine Unsicherheit überträgt sich nämlich auf Dein Kind.

Am besten startet Ihr gleich mit einem positiven Mindset und guter Laune in Eure ersten gemeinsamen Kita-Tage. Ein überschwänglich formuliertes “Wer freut sich hier noch auf die Kita?” kann Wunder bewirken. Vor allem, wenn ein fröhliches “Iiiiiich” als Echo zurückkommt.

Außerdem hilft es, Deinem Kind von eigenen Erfahrungen in der Kita zu erzählen. „Was hast Du alles Tolles erlebt? Wen hast Du im Sandkasten damals kennen gelernt?“ Lass Deinen kleinen Schatz wissen, wie viel Spaß es dort haben wird.

Tipp 5: Gib Deinem Kind etwas Vertrautes mit

Der Lieblings-Teddy kann viel mehr sein, als bloß ein olles Stofftier. Er ist ein Stück Sicherheit, das Du Deinem Kind auf dem Weg in die große, fremde Welt mitgibst. Ein Verbündeter, der dabei hilft, sich nicht alleine zu fühlen. Und gleichzeitig ist er ein Stück zu Hause. Natürlich funktioniert das nicht bloß mit Teddys. Egal, ob Plüschtier, Kuschelkissen oder Schnuffeltuch: Ein vertrauter Gegenstand gibt Deinem Kind Selbstvertrauen, um die Kita-Eingewöhnung zu meistern.