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Museum zum Anfassen: Wo Kinder in Harburg selbst zu Forscher:innen werden

  • Circa 6 Minuten Lesezeit

Harburg – Ein Bezirk für Entdecker und Familien

Der Hamburger Bezirk Harburg ist für Familien ein besonders attraktiver Wohn- und Lebensort. Er zeichnet sich durch eine harmonische Mischung aus urbaner Vielfalt und großzügigen Naturlandschaften aus. Die unmittelbare Nähe zur grünen Umgebung, wie der Fischbeker Heide und dem Naturschutzgebiet Neuländer Moorwiesen, schafft ideale Voraussetzungen für Kinder, um draußen zu spielen, zu wachsen und die Welt selbstständig zu erkunden.

In dieser familienfreundlichen Umgebung bietet die Kita kinderzimmer mit fünf Standorten einen liebevollen und fördernden Raum für Kinder ab sechs Monaten bis zum Schuleintritt. Die Kitas in Harburg setzen mit ihrem kindzentrierten und bindungsorientierten pädagogischen Ansatz, der die besten Elemente von Montessori, Fröbel und Steiner vereint, auf die Stärkung von Zukunftskompetenzen und individueller Entfaltung.

Zu den wichtigen Kita Standorten in Harburg zählen:

In Harburg finden sich diverse Ausflugsziele, die die ganzheitliche Entwicklung von Kindern unterstützen, darunter auch kulturelle Schätze. Nachdem bereits über naturnahe Orte wie die Kindertierwiese und über Bildungsorte wie die Bücherhalle berichtet wurde, soll hier ein Ausflugsziel im Detail vorgestellt werden, das die Neugier und den Forschergeist der Kinder besonders anspricht: das Archäologische Museum Hamburg (AMH).

Eine interaktive Zeitreise durch 200.000 Jahre norddeutscher Geschichte

Das Archäologische Museum Hamburg (AMH) – früher bekannt als Helms Museum – dient als Hamburger Landesmuseum für Archäologie und Stadtmuseum Harburg. Es bietet eine faszinierende und spannende Übersicht über 200.000 Jahre Kulturgeschichte Norddeutschlands. Die Sammlung des Museums gehört mit mehr als 2,5 Millionen katalogisierten Objekten zu den umfangreichsten archäologischen Sammlungen im Norden Deutschlands.

Der zentrale Ansatz des AMH ist hochgradig familienorientiert und pädagogisch wertvoll: Das Museum versteht sich als eine archäologische Erlebniswelt, die Besucher zum Akteur macht. Statt die Exponate in althergebrachten Vitrinen zu präsentieren, sind die Besucher aufgefordert, selbst aktiv zu werden und durch Anfassen und Ausprobieren die Kulturgeschichte der Menschheit zu erforschen. Die Dauerausstellung am Harburger Rathausplatz ist unter dem Motto Abenteuer Archäologie – Entdecken. Erleben. Verstehen. speziell kinder- und familiengerecht gestaltet worden.

Dabei werden die Exponate entlang von sechs spannenden Themenkomplexen präsentiert: Werkstoff, Nahrung, Gewalt, Tod, Innovation und Mobilität. Beispielsweise wird der Bezug zur Gegenwart kreativ hergestellt, indem Nahrungsreste aus der Vergangenheit in modernen Kühlschränken ausgestellt werden. Im Obergeschoss der Dauerausstellung kann zudem ein 200 Quadratmeter großer Nahverkehrsplan Hamburgs entdeckt werden, an dessen Haltestellen Vitrinen mit Funden aus den jeweiligen Stadtteilen aufgestellt sind.

Das Museum erfüllt auch wichtige Aufgaben der staatlichen Bodendenkmalpflege für Hamburg und den Landkreis Harburg. Es führt planmäßige Ausgrabungen und Notbergungen durch, wertet diese wissenschaftlich aus und archiviert die Funde.

Spezielle Entdecker-Angebote, die zum Mitmachen einladen

Das AMH setzt einen regional und überregional bekannten besonderen Schwerpunkt auf seine Museumspädagogik. Es bietet zahlreiche Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, die spannende Welt der Archäologie aktiv kennenzulernen.

Pädagogischer Mehrwert: So wird aus Spiel Wissen

Das Archäologische Museum Hamburg ist ein ideales Ausflugsziel, das die pädagogische Arbeit der Kita kinderzimmer optimal ergänzt, indem es Schlüsselkompetenzen für die Zukunft stärkt. Der kinderzimmer Ansatz betont die Notwendigkeit, Kinder zu inspirieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbstständig die Welt zu erkunden und zu staunen.

  1. Stärkung von MINT- und Innovationskompetenzen (Know Howdy & Calcoolio): Durch die spielerischen Auseinandersetzungen mit Urzeit-Techniken wie der Steinbearbeitung oder dem Feuermachen wird das naturwissenschaftliche und technische Denken gefördert. Die Gliederung der Dauerausstellung in Themen wie Innovation und Werkstoffe regt Kinder an, über Ursprung, Funktion und Weiterentwicklung von Technologien nachzudenken. Dies unterstützt direkt die Förderung der MINT-Fähigkeiten, die in den Kitas durch die kizi-Helden wie Know Howdy (Natur, Umwelt und Technik) und Calcoolio (Mathematik) vermittelt werden.
  2. Förderung der Selbstständigkeit und des Forschergeistes: Das Konzept des „Museums zum Anfassen“ ermutigt Kinder, selbst zu aktiven Forscher:innen zu werden. Sie lernen durch Experimentieren und Ausprobieren. Die Ausstellung, die bewusst als künstliche Ausgrabungslandschaft gestaltet wurde, spricht Kinder und Jugendliche direkt an und erlaubt es ihnen, historische Fragen selbst zu beantworten: „Woher kommen wir? Wohin entwickeln wir uns?“.
  3. Kulturelle Bildung und Geschichtsbewusstsein: Das Museum vermittelt einen tiefen Einblick in die 200.000 Jahre alte Geschichte Norddeutschlands. Dies erweitert den kulturellen Horizont der Kinder und vermittelt ein Gefühl für Zeit und Herkunft. Darüber hinaus verfügt das Museum über eine neue Dependance namens „Planet Harburg“ im ehemaligen Karstadt-Gebäude, die kostenlosen Eintritt bietet und Ausstellungen zur Harburger Stadtgeschichte präsentiert. Zudem betreut das Museum bedeutende archäologische Außenstellen, wie den Archäologischen Wanderpfad in der Fischbeker Heide.

Tipps für den Besuch des Ortes

Das AMH ist das Hamburger Landesmuseum für Archäologie und Stadtmuseum Harburg. Es ist an zwei Hauptstandorten in Harburg vertreten: dem Haupthaus am Museumsplatz 2 (für Sonderausstellungen) und dem Haus für die archäologische Dauerausstellung am Harburger Rathausplatz 5.

Eine wertvolle Ergänzung des pädagogischen Alltags

Das Archäologische Museum Hamburg bietet einen wertvollen außerschulischen Lernort, der die Neugier und den Drang der Kinder, die Welt zu erobern, ideal unterstützt. Es ist ein Ort, an dem Kinder nicht nur Geschichte konsumieren, sondern durch aktive Teilnahme und spielerisches Forschen selbst zu Entdeckern und kleinen Wissenschaftlern werden.

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