“Warum schmücken wir eigentlich Ostereier? Und warum haben die Kekse plötzlich alle eine Halbmond-Form?” – das sind Fragen aus unserem aktuellen Kita-Alltag. Die Antwort unserer Pädagog:innen? Weil bald zwei große Feste gefeiert werden: Ostern und das Zuckerfest und wir möchten, dass alle Kinder verstehen, was ihre Freunde und Freundinnen zu Hause erleben!
In unseren Kitas ist es ganz normal, dass verschiedene Feste nebeneinander stattfinden. Ostern, Zuckerfest, Weihnachten, Diwali – all das sind Anlässe, die in den Familien der Kinder eine Rolle spielen. Und genau daran orientieren wir uns. Es gibt keine feste Vorgabe, welches Fest gefeiert werden darf oder soll. Unsere pädagogischen Fachkräfte entscheiden gemeinsam mit den Kindern und Eltern, was thematisiert wird. Die einzige Leitlinie ist eine offene, neutrale und partizipative Gestaltung, die sich an der Lebensrealität der Kinder orientiert.
Dabei geht es nicht um religiöse Praxis, sondern um das gemeinsame Erleben, Verstehen und Entdecken von Bräuchen. Wir erzählen Geschichten, singen Lieder, backen, basteln, tanzen und machen so die Vielfalt für alle Sinne erfahrbar. Ohne Wertung, ohne Missionierung.
Das Konzept lässt sich wie ein großes Haus vorstellen: In jeder Wohnung lebt eine Familie mit ihren eigenen Traditionen. Die Kinder kennen ihre eigene Wohnung am besten, aber sie dürfen auch bei den Nachbarn vorbeischauen, wenn sie neugierig sind. Sie werden eingeladen, entdecken Neues und merken: Anders sein ist bereichernd. Die Erzieherinnen und Erzieher sorgen dafür, dass die Türen offen stehen und alle respektvoll miteinander umgehen.
Eltern sind dabei unsere wichtigsten Partner. Viele bringen sich aktiv ein: Sie besuchen die Gruppen als „Expert:innen“, berichten von eigenen Bräuchen, bringen Köstlichkeiten mit oder feiern gemeinsam mit uns. Und wenn es Fragen oder Bedenken gibt, stehen wir jederzeit im Dialog. Denn eines ist uns wichtig: Jedes Kind soll sich wohlfühlen, unabhängig von seinem Hintergrund.
Unsere Teams sind selbst ebenfalls bunt. Viele Fachkräfte bringen ihre eigenen kulturellen Erfahrungen mit und teilen sie authentisch mit den Kindern. So wird der Kita-Alltag zu einem Raum der Begegnung, in dem Vielfalt als Reichtum erlebbar wird.
In unserer Jahresplanung lassen wir uns von den Kindern und ihren Familien leiten. Die Feste, die in ihrem Leben eine Rolle spielen, werden in unserer Kita sichtbar, erfahrbar und miteinander geteilt. Dabei geht es vor allem darum, echte Begegnungen zu schaffen: Kinder entdecken Gemeinsamkeiten, erleben Unterschiede als bereichernd und lernen, dass man einander wertschätzend begegnen kann. Genau das ist für uns gelebte Vielfalt.
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Wenn Kinder herausfordern: Warum frühe Unterstützung Familien stärkt
Kinder hauen, beißen, schlafen schlecht oder reagieren nach Veränderungen plötzlich ganz anders als gewohnt. Solche Situationen verunsichern viele Eltern. Doch hinter auffälligem Verhalten steckt oft mehr als bloßer Trotz oder Ungehorsam. Genau hier setzt die entwicklungspsychologische Elternberatung an.
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Eingewöhnung nach dem kinderzimmer Modell – so funktioniert der Start in den Kita-Alltag
Der Start in die Kita ist ein großer Schritt – für Kinder wie für Eltern. Damit dieser Übergang gelingt, braucht es Zeit, Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit zwischen Familie und pädagogischem Team. Unser eigens entwickeltes Eingewöhnungsmodell hilft beim sanften Übergang in den neuen Lebensabschnitt.
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Wer bin ich und wenn ja, wie viele? So entwickeln Kita-Kinder ihre eigene Identität
Die Identitätsentwicklung im Kita-Alter (also etwa zwischen 3 und 6 Jahren) ist ein zentraler Bestandteil der frühkindlichen Entwicklung. In dieser Phase beginnen Kinder, sich selbst bewusst wahrzunehmen: Wer bin ich? Was mag ich? Was macht mich besonders? Wie sehen mich andere?
Diese Fragen stellt sich ein Kind aber nicht in Worten – es lebt sie. Durch Spiel, Sprache, Beziehungen, Emotionen und Alltagserfahrungen bildet es Stück für Stück ein inneres Bild von sich selbst. Und dieses Selbstbild entwickelt sich ständig weiter.